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Klangwanderweg

Auf dem rund 6,5 km langen Klang-Rundwanderweg sind 17 Stationen, die zum Verweilen, zum Musikmachen, zum Zuhören oder einfach nur zum Bewundern einladen:

  1. Son Cube (S) Raimund Stephan / Marie-Josée Kerschen
  2. Lauschinsel (S)
  3. Garten-Tontotem (P) Alan Johnston
  4. Facing out (S)
  5. Marimba alouette (S) Will Menter
  6. Plantes Pop/Traces et textures (P) Alan Johnston
  7. Wald-Tontotem (P) Alan Johnston
  8. Oozlers (S) Will Menter
  9. Choeur de la forêt (S) Will Menter
  10. Bachmusik (P) Alan Johnston
  11. Wald-Telefon (S)
  12. Röhreglocken-Reihe (S) Michael Bradke
  13. Waldgong (S) Michael Bradke
  14. Buried resonance (S) Will Menter
  15. Le chant des feuilles (P) Alan Johnston
  16. Erdxylophon (S) Michael Bradke
  17. Musikalische Zaungäste (S) Marie-Josée Kerschen

Klangskulpturen sind mit (S), Klangpunkte mit (P) bezeichnet.

Die einzelnen Klangskulpturen bzw. Klangpunkte sind von

TIPP:
Da es sich bei dem Klangwanderweg um einen landschaflich sehr reizvollen, aber auch anstrengenden Wanderweg handelt, empfehlen wir den Leuten, die nur ein Teilstück des Weges machen wollen, sich von der Ortsmitte ausgehend, in Richtung Kirche zu wandern, entlang der "Musikalischen Zaungäste" und des "Erdxylophons", etc. Diese Wegstrecke kann auch mit Rollstuhl befahren werden.
Bei Fragen nach Betreuung (Abholen nach einem Teilstück der Strecke, etc.) unterwegs können Sie sich an die Herren Jos Marnach (021/ 350 509) und Fernand Schmitt (99 01 81) wenden.
Viel Vergnügen!

Station 1: Son cube

Lieber Benutzer,
- Du betrittst eine « Camera Oscura »
- Bitte schliesse die Tür
- Mache es dir im Kinosessel bequem
- Warte bis sich deine Augen den Gegebenheiten angepasst haben
- und geniesse in aller Ruhe die Aussicht

(Die « Camera Oscura » funktioniert am besten bei Sonnenschein)

Idee und Konzept: Raimund Stephan / Marie-Josée Kerschen
Konstruktion: Toiture Nagel, Hoscheid / Dickt

Station 2: Die Lauschinsel

Hier kann der Besucher sich hinlegen, die Augen schließen und sich bewußt auf die Vielfalt der "Dorfgeräusche" konzentrieren. Dabei wird das Gehör der Besucher durch zwei imposante Hörtrichter unterstützt.

Idee: Kraftarena Grossgerungs (http://www.kraftarena.at)

Ausführung: Laurent Remiche,
Schrainer Wierkstat s.à r.l.
Branebourg

Station 5: Marimba Alouette (Will Menter)

Eine Marimba mit achtzig Klangplatten aus Eichenholz. Ihre Form, ein offener Kreis, lädt zum Spiel in der Gruppe ein. Ein Satz Schlegel hängt an einem Pfosten neben der Skulptur. Diese Skulptur ist der Lerche gewidmet, die über dem nahen Feld sang und im März 2002 zu den ersten Zeugen des Frühlings gehörte.

Klangbeispiel Marimba Alouette
Eine kurze Improvisation (1min 25s) eingespielt von Pierre Corbi und Will Menter: marimba_128.mp3 (1,3 MB)

Einige Worte zu allen Skulpturen:

"Fast alle meine Klangskulpturen nutzen den ziemlich unveränderten Klang natürlicher Materialien wie Holz, Stein, Wasser und Luft. Ich versuche Stücke herzustellen, deren visuelle und akustische Formen miteinander verflochten und gleichwertig sind. Wenn der Auftrag – wie hier in Hoscheid - eine dauerhafte Einrichtung vorsieht, arbeite ich immer mit der Natur vor Ort indem ich eindeutig lokale Materialien verwende um daraus Skulpturen herzustellen, die auf eine geglückte Art mit ihrer Umgebung übereinstimmen. Diese vier Skulpturen entstanden innerhalb von zehn Monaten, zwischen August 2001 und Juni 2002."

Will Menter

Station 8: Oozlers (Will Menter)

Drei Oozler (ich habe diesen Namen erfunden, um dieses Klangsystem zu beschreiben) sind neben dem Bach errichtet. Sie können von Hand gedreht werden, um die Holz- und Metallteile an den Drähten entlang hüpfen, rieseln und klingen zu lassen.

Klangbeispiele Oozler:
Zwei kurze Aufnahmen, jeweils ca. 15 s lang:

oozler1_128.mp3 (269 kB) Oozler (Metall)

oozler2_128.mp3 (254 kB) Oozler (Holz)

Station 9: Choeur de la forêt (Will Menter)

Sie können einfach in diese Skulptur hineinspazieren: sie besteht aus 500 aus dem Wald stammenden Eichenholzstücken. Windbewegungen bringen sie sanft zum Erklingen, aber die Teile können auch mit der Hand gegeneinander geschlagen werden.

Der Pfad ist mit Flußsteinen ausgelegt, die auf eine Verbindung zwischen dem Klang der Skulptur und jenem des Flusses hindeuten.

Station 12: Röhrenglockenreihe (Michael Bradke)

Aluminiumröhren lassen sich gut stimmen. Verkürzt man eine Röhre durch das 0.9715-fache ihrer ursprünglichen Länge, steigt die Tonhöhe um einen Halbton. Diese Reihe ist in G gestimmt.

Viel Spaß beim Spielen ihrer Lieblingslieder!

Station 13: Waldgong (Michael Bradke)

Lang und dünn wie ein Baumstämmchen ist diese große Röhrenglocke. Nur wenn mit einem schweren Ast angeschlagen wird, kann sich der tiefe, minutenlang anhaltende Grundton entwickeln. In direkter Nähe kann man die Schwingungen mit dem ganzen Körper spüren. Gleitet man mit den Fingern sanft über das Metall, spürt man auch den vibrationsfreien "Schwingungs-Knotenpunkt" auf 22,4% der Länge. Hier sind auch die Befestigungslöcher gebohrt, damit der Klang sich ungestört entwickeln kann.

Station 14: Buried Resonance (Will Menter)

Acht Eichenholzbretter werden vor Resonanzröhren aufgehängt, die durch eine Steinmauer tief in der Erde verschwinden. Mit am Rahmen der Skulptur befestigten Schlegeln werden sie zum Erklingen gebracht.

Klangbeispiel Buried resonance:
Ein kurzes Motiv (16 s) eingespielt von Pierre Corbi: resonance_128.mp3 (264 kB)

Station 16: Erdxylophon (Michael Bradke)

Das Erdxylophon ist durch afrikanische Groß-Xylophone inspiriert. Wie diese kann es von mehreren Spielern gleichzeitig zum Klingen gebracht werden. Es ist nicht zum Spielen bekannter Lieder gedacht, sondern zur gemeinsamen Improvisation mit Bewegungsmustern. Natürlich darf man das Erdxylophon auch als Tisch benutzen, denn Tische sind wichtige Orte der Kommunikation, so wie Musikinstrumente als Werkzeuge zur Kommunikation dienen. Der Klang wird
durch die Erdgrube verstärkt, und lässt sich so mit dem ganzen Körper spüren.

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